Schachuhren – Erfahrungsberichte aus der Praxis

Digitaluhren – Erfahrungsberichte aus der Praxis

Die hier geschriebenen Berichte stammen aus der Turnierpraxis und sollen keine Wertung fr oder gegen ein bestimmtes Modell darstellen. Sie sind (wenn nicht von mir selbst) von Schachfreunden, meist Schiedsrichterkollegen verfaßt, denen ich zutraue sich ein objektives Urteil zu bilden.
Vorweg ein Hinweis: DGT 2000, DGT XL gibt es in zwei Versionen, bei der SILVER sind es noch einige mehr! Die Versionen sind für den Laien nur schwer zu unterscheiden wobei sich die Älteren deutlich schlechter verhalten.

 


DGT 2000: (F1DE Zertißzierung) (D.F.): Hervorragende, zuverlässige und robuste Schachuhr mit folgender Einschränkung: In der ersten Version (erkennbar am verschraubten Batteriefach) konnten durch Erschütterungen (meist in der Zeitnotphase) die Batterien kurzzeitig den Kontakt verlieren. Sämtliche Einstellungen gehen dabei verloren. Dies geschah in meiner Laufbahn bereits viermal an den vorderen Brettern hochdotierter Turniere. Das ist natürlich peinlich.

Die zweite Version (Klick-Mechanismus am Batteriefach) ist bisher meine liebste Schachuhr. Die einzige Schwäche ist der nicht mittig plazierte Start/Stopp-Knopf (P.S.): Altersbedingt (seit 1994 auf dem Markt) ist die Programmiermöglichkeit für den sich immer mehr verbreitenden Fischer-Modus nicht mehr ganz regelkonform. Ein Abschalten des Zugzählers (Einstellung 1:10 `) ist nicht möglich Die Uhr wechselt nur mit Erreichen der erforderlichen Züge in die nächste Zeitperiode und nicht wie üblich, sobald ein Blättchen gefallen ist. (Baugleichheit: MEREX 500, ohne FIDE Zertiftzierung)
DGT 2010: (F1DE Zertißzierung) (D.F.): Meiner Meinung nach die bisher beste Schacher von DGT. Einfach zu Bedienen, robust und bisher absolut fehlerfrei Ein zuverlässiger Begleiter für den Schiedsrichter im Turnieralltag. Ein Hinweis noch, denn es gibt eine Ungereimtheit in der Programmierung/Anleitung:

Im Bonus-Turnier ist der Modus 19 nicht, wie in der Anleitung bzw. der Kurzanleitung auf der Unterseite 90 + 30/Rest + 30s/Zug, sondern 90 + 15/Rest + 30s/Zug! (Baugleichheit: MEREX 555, ohne FIDE Zertiftzierung) (P.S.): Bei der aktuellen Version Iluebutton „sind die Fischer-Bedenkzeiten ‚Lang „und ‚Kurz “ vorprogrammiert.
DGT XL: (FIDE Zertiftzierung) (D.F.): In der ersten Version (anderer, versenkter An-/Ausschalter) gibt es Versorgungsprobleme beim Betrieb mit Akkus. Hier kann offensichtlich kurzzeitig die Versorgung ausfallen und die Uhr verliert Ire Daten. Mit Batterien gibt es meist keine Probleme. Auf der Schacholympiade in Dresden wurden Gangfehler beim Fischer-Modus entdeckt, woraufhin die Uhren manuell anders gestellt werden mußten (beide Versionen).

Subjektiv unhandlicher zu Bedienen als die DGT 2010 aber mit deutlich mehr Funktionen. Durch die ausschließliche Verwendung in der 1. Schachbundesliga ein Muß für jeden Schiedsrichter und eine Art Empfehlung für die anderen Klassen. (P.Ef.): Falls das tatt-Low „Symbol erscheint, ist es besser, die Uhr zu tauschen! Die Reserve ist deutlich kürzer als vom Hersteller angegeben und reicht meist nicht bis zum Partieende. Als etwas störend empfinde ich das relativ laute ‚Knacken „der Einstellknöpfe, besonders dann, wenn man eine Uhr direkt am Brett austauschen möchte. Anschlußmöglichkeit an PC mittels DGT Brett ist vorhanden.